Zoologische Staatssammlung München

Die „Zoologische Staatssammlung München“ ist ein zoologisches Forschungszentrum, das sich mit Fragen der Systematik und Faunistik beschäftigt. Sie ist das größte Forschungsinstitut Deutschlands auf diesem Gebiet und zählt zu den weltweit umfangreichsten zoologischen Museen, da die Sammlung über zwanzig Millionen wertvolle Exemplare umfasst.

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Langjährige Geschichte

Die Anfänge des zoologischen Zentrums reichen bis ins Jahr 1807 zurück, als der bayerische König Maximilian I. während der Umstrukturierung der „Akademie der Wissenschaften“ ein entsprechendes Dekret erließ. Bereits 1811 wurde ein Gebäude errichtet, das dem neuen zoologisch-anthropologischen Fakultät der Akademie gewidmet wurde, unter der Leitung des deutschen Naturforschers Johann Baptist von Spix. Dieser bedeutende Wissenschaftler trug maßgeblich zur Entwicklung des Instituts bei und erweiterte die Sammlung eigenhändig. Ein wichtiger Teil der historischen Sammlung des Museums besteht aus Materialien, die während einer Expedition des ambitionierten Leiters nach Brasilien zwischen 1817 und 1820 gesammelt wurden. Spix und sein Begleiter Carl von Martius brachten über 6000 Pflanzenarten, etwa 3000 Insekten, 85 Säugetiere, 350 Vögel, 150 Amphibien und 116 Fische nach München.

Auch andere renommierte Vertreter der Naturwissenschaften beteiligten sich aktiv am Museumsleben. Selbst Herzog Leuchtenberg aus dem französischen Adelshaus übergab 1858 wertvolle Exemplare nach einer eigenen Expedition an das Museum.

1981 wurde eine neue Auszeichnung, die Johann Baptist von Spix-Medaille, eingeführt, die für herausragende Leistungen in den Bereichen Taxonomie, Phylogenie und Evolutionsforschung verliehen wird. Diese Ehrung wird auch an Förderer und gesellschaftliche Persönlichkeiten vergeben.

Die „Zoologische Staatssammlung München“ widmet sich seit ihrer Gründung intensiv der Erweiterung der Sammlung, ihrer eigenen Forschungsarbeit und der Unterstützung anderer naturkundlicher Museen. In all diesen Bereichen hat sie beachtliche Erfolge erzielt.

Zahlreiche Errungenschaften

Als eines der ältesten Museen Deutschlands zieht es täglich eine große Zahl von Besuchern an. Die wertvolle Sammlung umfasst Abteilungen für Entomologie, Wirbellose und Wirbeltiere. Zudem besitzt das Museum die weltweit größte Schmetterlingssammlung mit über sieben Millionen Einzelstücken.

Besonders wertvoll ist auch das Bibliotheksarchiv, das etwa 120.000 literarische Werke und 1.000 wissenschaftliche Zeitschriften umfasst.

Die „Staatssammlung“ geht in ihrer Arbeit jedoch noch weiter und veröffentlicht mehrere hauseigene biologische Zeitschriften, die sowohl für Wissenschaftler als auch für neugierige Leser geeignet sind. Das populärste unter ihnen ist „Spixiana“. Dadurch kann das Zentrum Bildungsarbeit leisten, seine Erfahrungen teilen und seine Arbeit einem breiten Publikum zugänglich machen.

Zusätzlich berät es die bayerische Regierung und die Bevölkerung in Fragen des Umgangs mit Schädlingstieren.

Seit den 2000er Jahren erhalten Nachwuchswissenschaftler eine lokale Auszeichnung in Höhe von 5.000 Euro für besonders wertvolle Beiträge im Bereich der zoologischen Systematik und die Möglichkeit, mit der „Zoologischen Sammlung München“ zusammenzuarbeiten und in deren Labors zu forschen.

Moderne Technologien im Einsatz

Das Institut sucht ständig nach Möglichkeiten, seine Arbeit zu optimieren, um Effizienz, Wirtschaftlichkeit und Umweltfreundlichkeit zu vereinen. Die Mitarbeiter legen großen Wert auf sparsamen Energieverbrauch, weshalb das Hauptgebäude mit einer Wärmepumpe ausgestattet wurde.

Moderne und einzigartige Forschungen erfordern größere Ressourcen und hochmoderne Geräte. Um den Analyseprozess von Insekten aus speziellen Fallen zu verbessern, entwickelte der Berliner Forscher Rudolf Meyer mit einem Team des „Technologischen Instituts“ in Karlsruhe ein einzigartiges Scangerät, das später nach München geliefert wurde. Der „DiversityScanner“ ermöglicht eine automatische Klassifizierung von Insekten, was den Mitarbeitern erheblich Zeit spart.

Das Zentrum verfügt auch über ein Labor mit Geräten für verschiedene mikromorphologische Untersuchungen, darunter die Herstellung serieller Schnitte für Lichtmikroskopie und Ultrastruktur, Methoden zur Färbung ganzer Präparate für die Fluoreszenzmikroskopie und Apparate für die Rasterelektronenmikroskopie. Außerdem gibt es ein einzigartiges lichtoptisches Labor, das mit hochwertigen Stereomikroskopen und Mikroskopen mit integrierten Digitalkameras ausgestattet ist.

Besonderes Augenmerk wird auf genetische Fragestellungen gelegt. Daher verfügen die Forschungsabteilungen über moderne und leistungsstarke Geräte für genetische Arbeiten. Nutzer der Labors sind unter anderem Doktoranden, Bachelor- und Masterstudierende sowie Praktikanten, die an eigenen wissenschaftlichen Projekten oder an zoologisch-systematischen Fragestellungen arbeiten.

Die „Zoologische Staatssammlung München“ ist ein herausragendes Bildungs- und Forschungszentrum, das weltweit bekannt ist. Sein Beitrag zur Entwicklung der Naturwissenschaften ist enorm.

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