Schon in den 1980er Jahren tauchten die ersten Solarmodule auf den Dächern von Münchens Gebäuden auf. In der Nähe wurden kleine Wasserkraftwerke gebaut, und auch Erdwärme wurde genutzt. Nach der Nutzung herkömmlicher Energiequellen war die Stadt noch stark verschmutzt und nicht ideal für ein gesundes und glückliches Leben. Deshalb begannen Projekte, die diese Situation verändern sollten.
Zum Beispiel wurden im Messezentrum die ersten großen Solarsysteme vorgestellt. So konnte das Gebäude mit Energie versorgt werden, ohne die Umwelt zu belasten. Münchens Wandel verlief Schritt für Schritt, und es ist spannend und wichtig zu zeigen, wie sich alles entwickelte. Mehr zu munichname.eu.
Einführung alternativer Energie in München
Anfang der 1980er Jahre wuchs in München das Interesse an Solarenergie. Der Vertriebsdienst WIP Renewable Energies, der bereits 1968 gegründet wurde, beteiligte sich an der Entwicklung der ersten Pilot-Photovoltaikanlagen in Europa. Auf den Dächern einiger Gebäude wurden kleine Module installiert, die Strom für einzelne Büros und Labore lieferten. Die Technologie war neu und spannend, sodass jedes Experiment die Aufmerksamkeit von Journalisten und Einheimischen auf sich zog.

Gleichzeitig erhielt die Stadt Unterstützung von den Stadtwerken München. Sie begannen mit der Umsetzung kleiner Wasserkraftwerke an Flüssen und Stauseen. Auf einzelnen Dächern wurden Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen installiert, die gleichzeitig Wärme und Strom erzeugten. Die Projekte wurden vorsichtig und schrittweise umgesetzt, doch schon damals wurde klar, dass sich die Energieversorgung grundlegend verändern könnte.
Lokale Labore und Universitäten schlossen sich diesen Initiativen an. So wurden Forschung an Solarmodulen und Experimente mit Kraft-Wärme-Kopplung schnell zu einem festen Bestandteil der wissenschaftlichen Praxis. Gleichzeitig erschienen zahlreiche Artikel über alternative Energien, und die Münchner beobachteten, wie neue Anlagen auf den Dächern die Realität allmählich veränderten. In den 1980er Jahren begann in München eine echte Bewegung in Richtung alternative Energien. Die ersten Schritte waren klein, aber sie legten das Fundament für spätere Großprojekte, die die Stadt zu einem Zentrum der erneuerbaren Energien in Deutschland machten.
Entwicklung der Technologien für erneuerbare Energien
Ab den 1990er Jahren starteten in München große Solarprojekte. Am Messegelände wurde die erste große Photovoltaikanlage installiert, die über ein Megawatt Strom erzeugen konnte. Die Module bedeckten Teile der Dächer, und die Menschen beobachteten, wie auf großer Fläche kleine glänzende Platten erschienen.

Parallel dazu begann die internationale Zusammenarbeit. Universitäten und Forschungszentren in München arbeiteten mit Kollegen aus anderen europäischen Ländern zusammen. Solarmodule wurden auf realen Gebäuden getestet, nicht nur im Labor. Journalisten berichteten regelmäßig über die Experimente, und Besucher der Messen konnten die Anlagen selbst sehen. Wissenschaftler und Ingenieure verbesserten gleichzeitig die Kraft-Wärme-Kopplungstechnologien und installierten neue Turbinenarten. Auch Biomasse wurde zunehmend zur Wärmeerzeugung genutzt, besonders am Stadtrand. Jede Initiative wurde durch öffentliche Präsentationen begleitet. So begannen die Münchner, Solarenergie und Biomasse als festen Bestandteil ihres Lebens zu sehen, nicht nur als Experimente.
Energiewende (2000–2010)
Anfang der 2000er Jahre ereigneten sich in München mehrere wichtige Entwicklungen. In Deutschland wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz verabschiedet, das finanzielle Unterstützung für Solar-, Wind- und Biomasseanlagen bot. Unternehmen, Universitäten und kleine Betriebe begannen, Solarmodule auf Gebäudedächern zu installieren und kleine Windturbinen in den Vororten aufzustellen. Die Stadtwerke München investierten aktiv in den Ausbau neuer Energiequellen. Auf den Dächern von Industrie- und Wohngebäuden tauchten Solarmodule auf, und in der Umgebung wurden kleine Windturbinen installiert. Biomasse wurde für die Beheizung bestimmter Stadtteile genutzt, und Erdwärme speiste die Heizsysteme.
Zudem modernisierte die Stadt das Stromnetz, um eine stabile Versorgung der neuen Energiequellen sicherzustellen. Intelligente Zähler und Verbrauchsüberwachungssysteme ermöglichten eine effiziente Verteilung des Stroms zwischen Wohngebieten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Auch die Verkehrsinfrastruktur wandelte sich: Elektrobusse und Straßenbahnen nutzten zunehmend „grünen“ Strom.
In dieser Zeit wuchs die Zahl der Forschungsprogramme und Bildungsinitiativen im Bereich erneuerbarer Energien. Münchener Universitäten und Fachhochschulen boten Kurse zu Solar-, Wind- und Biomasseenergie an, und studentische Projekte wurden durch Stipendien und Wettbewerbe unterstützt.

Moderne Initiativen (2010–2025)
Ab 2010 entstanden in München neue Projekte im Rahmen der Smart-City-Konzeption. Systeme zur besseren Steuerung des Energieverbrauchs in Gebäuden und Unternehmen wurden eingeführt. Auf Wohn- und Bürogebäuden wurden immer mehr neue Solarmodule installiert, während alte Anlagen modernisiert wurden. Biomasse wurde nur noch für die Beheizung einzelner Stadtteile genutzt, und Erdwärme wurde in moderne Fernwärmesysteme eingespeist.
Gleichzeitig entwickelte sich die Elektromobilität stark. Rund um Büros, Einkaufszentren und Wohngebäude wurden Dutzende neue Ladestationen errichtet, die ans städtische Stromnetz angeschlossen waren. Bis 2010 gab es bereits über 200 solcher Stationen, die Teil eines Pilotprogramms für „grüne Mobilität“ waren. Ein Teil der städtischen Busflotte wurde auf Elektrobetrieb umgestellt, wodurch die Emissionen im Stadtzentrum sanken. Smart Grids überwachten den Verbrauch und optimierten die Stromverteilung zwischen Verkehr und Wohngebieten. Forschungsinstitute, insbesondere an der Technischen Universität München, entwickelten neue Batteriespeichersysteme, um überschüssige Energie zu speichern und die Stromversorgung stabil zu halten.

Dachmodule, kleine Windturbinen am Stadtrand und Ladestationen für E-Fahrzeuge wurden zunehmend selbstverständlicher Teil der städtischen Umgebung. Rund um die Projekte wurden Führungen, Präsentationen und Bildungsprogramme für Schülerinnen, Schüler und Studierende angeboten. Insgesamt entstand in München langsam eine Kultur der Energie-Nachhaltigkeit.
Zahlen und Dimensionen
Am Messegelände München wurden drei Photovoltaikanlagen installiert, die zusammen etwa 2,6 Millionen Kilowattstunden grünen Strom pro Jahr erzeugen. Die erste Anlage mit einer Leistung von rund 1,016 Megawatt wurde am 19. November 1997 in Betrieb genommen. Sie deckt eine Modulfläche von etwa 7.916 m² und nutzt eine Dachfläche von 38.100 m².
Im Jahr 2023 betrieb die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) 61 Elektrobusse, weitere 71 waren bestellt und sollten in den folgenden Jahren schrittweise in Betrieb genommen werden.
Quellen:
