Park · München · ⭐ 9.3/10 · 4086 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-04 15:56:35
Adresse: Brunnerstraße 2, 80804 München, Deutschland
Luitpoldpark — Geburtstagsgeschenk, Trümmerberg, Aussichtspunkt
Wenige Parks erzählen die Geschichte einer Stadt so unmittelbar wie dieser: Angelegt wurde er 1911 als Geschenk zum 90. Geburtstag des bayerischen Prinzregenten Luitpold — mit einem Obelisken, 90 Linden und 25 Eichen. Vier Jahrzehnte später kippten Lastwagen die Trümmer des zerbombten München auf sein Nordende und schufen einen 37 Meter hohen Hügel, von dem man bei Föhn bis zu den Alpen sieht. Auf 33 Hektar liegen damit Repräsentation, Zerstörung und Wiederaufbau nebeneinander, und mitten hindurch rodeln im Winter Kinder eine der steilsten Bahnen der Stadt.
Höhepunkte
- Luitpoldhügel — 37 Meter hoch und nach dem Olympiaberg der zweitgrößte Schuttberg Münchens; er entstand aus den Trümmern der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs.
- Obelisk — das 17 Meter hohe Denkmal von Heinrich Düll und Georg Pezold aus dem Jahr 1911, umgeben von 90 Linden und 25 Eichen.
- Bamberger Haus — der Bau am Westrand, dessen Sandsteinplastik vom Böttingerhaus in Bamberg (1707–1713) stammt; heute wird er gastronomisch genutzt.
- Rodelhang am Nordabfall — eine der steilsten Bahnen Münchens; weil der Hang sonnenabgewandt liegt, hält sich der Schnee hier besonders lange.
- Pumucklbrunnen — der Brunnen auf einem Spielplatz nördlich des Bamberger Hauses, ein Fixpunkt für Familien aus Schwabing.
- Gipfelkreuz von 1958 — das bronzene Kreuz auf dem Hügel, das an die Opfer der Bombenangriffe erinnert.
Was dich erwartet
Der Park zerfällt in zwei sehr unterschiedliche Hälften: den älteren, förmlich gestalteten Südteil rund um den Obelisken mit seinen Baumreihen und Wegachsen und den bewegten Nordteil mit dem Hügel, Wiesen und dichteren Gehölzen. Trotz seiner Lage im dicht bebauten Schwabing-West wirkt er selten überfüllt.
- Der zentrale Denkmalplatz mit dem Obelisken und dem geschlossenen Baumkranz aus Linden und Eichen.
- Ein Heckenlabyrinth und mehrere Spielplätze, darunter der Pumucklspielplatz.
- Weite Liegewiesen, die auch an Sommerwochenenden Platz lassen.
- Ein spiralig ansteigender Aufstieg auf den Luitpoldhügel mit Rundumblick über den Münchner Norden.
- Das Wilhelm-Götz-Denkmal von 1913, geschaffen von Hans Hemmesdorfer.
- Das angrenzende Freibad Georgenschwaige und der nahe Nymphenburg-Biedersteiner Kanal.
Was man unternehmen kann — und für wen
- Aussichtssuchende — vom Südhang des Hügels reicht der Blick über Schwabing und die Innenstadt, bei klarer Luft und Föhn bis in die Alpen; auch Olympiaturm und Olympiastadion sind zu sehen.
- Familien mit Kindern — Spielplätze, Heckenlabyrinth und flache Wiesen liegen dicht beieinander, für Kleinere gibt es sanftere Hügel abseits der steilen Bahn.
- Rodler — der Nordhang ist eine der anspruchsvollsten Schlittenpisten der Stadt und bei Schnee entsprechend gut besucht.
- Läufer — der Hügel liefert das im flachen München seltene Höhenmeter-Training, mehrfach hintereinander begehbar.
- Geschichtsinteressierte — Obelisk, Gipfelkreuz und Bamberger Haus erzählen zusammen die Geschichte Münchens von 1911 bis in die Nachkriegszeit.
- Picknickgruppen — die Wiesen sind groß genug für Frisbee, Ballspiele und improvisierte Turniere.
Anfahrt & Praktisches
Der Luitpoldpark liegt im Nordwesten des Stadtbezirks Schwabing-West. Direkt am südöstlichen Rand liegt die U-Bahn-Station Scheidplatz mit den Linien U2 und U3, dort hält auch die Tram; von hier sind es nur wenige Schritte in den Park. Wer den Nordteil und den Hügel ansteuert, steigt an der Station Petuelring der U3 aus. Der Zugang ist kostenlos und ganzjährig möglich, feste Öffnungszeiten gibt es nicht. Der Aufstieg auf den Luitpoldhügel erfolgt über gewundene Wege und ist ohne besondere Ausrüstung machbar, bei Nässe und Frost aber rutschig. Für eine Runde mit Obelisk und Gipfel solltest du eine gute Stunde einplanen; mit Spielplatz, Rodeln oder Einkehr am Westrand wird daraus ein halber Tag.
Wann besuchen
Im Frühjahr blühen die Wiesenränder auf, und die noch lichten Kronen geben den Blick vom Hügel frei, bevor das Laub ihn im Sommer teilweise verstellt. Der Sommer bringt Grillverbot, aber viel Picknick: Die Wiesen füllen sich, das angrenzende Freibad läuft, und in den Abendstunden sammeln sich Gruppen auf dem Hügel, um den Sonnenuntergang über dem Münchner Westen zu sehen. Der Herbst ist die klarste Jahreszeit — bei Föhn sind die Alpen vom Südhang aus scharf zu erkennen, und die 90 Linden rund um den Obelisken färben sich gleichzeitig. Im Winter gehört der Park den Rodlern: Der Nordhang liegt im Schatten, hält den Schnee am längsten und zählt zu den steilsten Bahnen Münchens.
Gut zu wissen
Der Park wurde 1911 zum 90. Geburtstag des Prinzregenten Luitpold angelegt und trug zunächst den Namen Nordpark. Kern der Anlage sollte der Obelisk von Heinrich Düll und Georg Pezold sein, ein 17 Meter hohes Monument, um das 90 Linden für die Lebensjahre und 25 Eichen gepflanzt wurden. 1913 kam das Wilhelm-Götz-Denkmal von Hans Hemmesdorfer hinzu. Zum selben Anlass ließ der Architekt Franz Rank am Westrand das Bamberger Haus errichten und schenkte es dem Hof: Rank hatte kurz nach 1900 die Fassadenplastik des zwischen 1707 und 1713 erbauten Böttingerhauses in Bamberg erworben und nach München bringen lassen; 1912 war der Bau fertig. Im Zweiten Weltkrieg wurde er zerstört und erst 1983 vollständig wieder aufgebaut. Nach den Luftangriffen wuchs im Nordteil der Trümmerberg heran; seit 1958 steht auf seiner Kuppe ein bronzenes Kreuz für die Opfer der Bombardierungen.
Besuchertipps
- Steig für die Fernsicht auf die Südseite des Hügels — nur von dort öffnet sich der Blick über Schwabing, die Innenstadt und bei Föhn bis zu den Alpen.
- Zähle beim Rundgang um den Obelisken die Baumreihen: 90 Linden stehen für die Lebensjahre des Prinzregenten, dazu kommen 25 Eichen.
- Nach Schneefall lohnt es sich, früh zu kommen — der Nordhang ist eine der beliebtesten Rodelbahnen der Stadt und schnell zerfahren.
Fragen & Antworten
Wie groß ist der Luitpoldpark? Er umfasst 33 Hektar im Nordwesten von Schwabing-West und ist damit einer der größeren Parks außerhalb der Innenstadt.
Warum heißt er so? Er wurde 1911 zum 90. Geburtstag des bayerischen Prinzregenten Luitpold angelegt; ursprünglich hieß die Anlage Nordpark.
Wie hoch ist der Luitpoldhügel? 37 Meter. Damit ist er nach dem Olympiaberg der zweitgrößte Schuttberg Münchens und besteht aus Trümmern der Bombenangriffe des Zweiten Weltkriegs.
Sieht man wirklich die Alpen? An klaren Tagen ja, besonders bei Föhn. Vom Südhang aus liegen Schwabing und die Innenstadt im Vordergrund, dahinter die Alpenkette; Olympiaturm und Olympiastadion sind ebenfalls sichtbar.
Was ist das Bamberger Haus? Ein Gebäude am Westrand des Parks, dessen Fassadenplastik ursprünglich zum Böttingerhaus in Bamberg von 1707 bis 1713 gehörte. Architekt Franz Rank ließ sie nach München bringen, 1912 stand der Bau; nach der Kriegszerstörung wurde er 1983 wieder aufgebaut und dient heute der Gastronomie.
Eignet sich der Park zum Rodeln mit kleinen Kindern? Der Nordhang gehört zu den steilsten Bahnen Münchens und ist eher für geübte Kinder. Für Jüngere gibt es im Park flachere Hügel mit kürzeren Auslaufstrecken.
Wie kommt man hin? Mit der U2 oder U3 bis Scheidplatz an den Südostrand, mit der U3 bis Petuelring an den Nordteil mit dem Hügel. Beide Zugänge liegen wenige Gehminuten entfernt.
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Gästebewertungen
Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-04 15:56:35
Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: munichname.eu sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.

Ein schöner Park. Ich betreibe hier meine Sportarten, insbesondere Gehen und Basketball.
Dutzende Wege, Rasenflächen und Spielplätze.
Alles ist grün, wie im Frühling, Sauberkeit, wenige Leute
Ein sehr schöner Park.
Der einzige Nachteil: es gibt keine Toilette.