Wo man in München Freizeit in der Natur verbringen kann

München gilt als eine der grünsten Metropolen Europas. Man muss die Stadtgrenzen nicht verlassen, um einen gemütlichen Plätzchen im Grünen zu finden: Von den wilden Isarauen bis hin zu prachtvollen Gewächshäusern und versteckten Seen in den Wohnvierteln ist alles dabei. Wo kann man am besten abschalten, die Stille genießen oder einen malerischen Spaziergang machen? München bietet dutzende Orte, von denen jeder seinen ganz eigenen Charme hat. Mehr dazu erfahren Sie bei munichname.eu.

Wasserfälle im Englischen Garten

Einer der stimmungsvollsten Orte im Englischen Garten sind die Wasserfälle am Eisbach. Hier trifft die Kraft der Natur auf städtische Gemütlichkeit. Das kraftvolle Rauschen des Wassers bildet eine einzigartige Klangkulisse, die den Lärm der Metropole komplett ausblendet.

Da es hier selten überlaufen ist, kann man in aller Ruhe die Aussicht genießen oder beeindruckende Fotos machen. Es ist der ideale Spot für eine kurze Meditation oder eine Pause auf der Parkbank, untermalt vom Rhythmus des Wassers.

Der Ort liegt direkt neben dem Japanischen Teehaus. Anfahrt: Nutzen Sie die Tram 16 oder den Bus 100 bis zur Haltestelle Nationalmuseum/Haus der Kunst.

Abkühlung gefällig? Baden im Englischen Garten

Für alle, die das Wasser nicht nur anschauen, sondern hineinspringen möchten, bietet der Park verschiedene Möglichkeiten für jeden Geschmack.

  1. Eisbach: Nur für geübte Schwimmer geeignet. Dieser legendäre Bach ist bekannt für sein eiskaltes Wasser (ca. 15 °C) und eine sehr starke Strömung. Direkt hinter der berühmten Surferwelle im Südteil kann man sich ins Wasser gleiten lassen und treiben lassen. Wichtig: Den Ausstieg am Seil vor der zweiten Welle oder später an der Tivolistraße nicht verpassen! Die Tiefe beträgt etwa 1,5 Meter. Im Nordteil, nahe der Brücke am Mittleren Ring, ist die Strömung schwächer und der Ausstieg einfacher. Achtung: Das Baden erfolgt auf eigene Gefahr, die Strömung ist tückisch – überschätzen Sie sich nicht!
  2. Schwabinger Bach: Die entspannte Alternative. Während der Eisbach Adrenalin pur bedeutet, ist der Schwabinger Bach die Komfortzone. Im Süden ist das Wasser flach (knietief) und etwas wärmer – perfekt, um mit einem Drink in der Hand im Wasser zu stehen und zu plaudern. Im Norden, Richtung Alte Heide/Studentenstadt, wird der Bach tiefer und lädt zum richtigen Schwimmen ein. Die weitläufigen Liegewiesen sind ideal zum Sonnenbaden. Pro-Tipp: Schnappen Sie sich eine Luftmatratze und lassen Sie sich sanft durch den Park treiben.
  3. Oberstjägermeisterbach: Ein echter Geheimtipp. Dies ist der wohl ruhigste und unbekannteste Ort, gelegen zwischen dem Mini-Hofbräuhaus und dem Isarstauwehr. Am schönsten entspannt es sich hinter der Vogelschutzinsel, wo das Wasser am tiefsten ist. Im nördlichen Teil wird der Bach flacher, weshalb man dort oft Hundebesitzer beim Gassigehen trifft.

Botanischer Garten (Nymphenburg)

Ein absolutes Muss für Pflanzenliebhaber. Der Botanische Garten in München erstreckt sich über 21 Hektar und beherbergt mit rund 19.600 Arten eine der bedeutendsten Pflanzensammlungen Deutschlands. Hier entdeckt man Gewächse, für die man normalerweise Wochen durch verschiedene Kontinente reisen müsste. Besonders im Sommer beeindruckt der Garten durch sein Farbspiel: Von den ersten Frühlingsboten am „Frühlingsweg“ bis zur Rhododendronblüte und dem prachtvollen Schmuckhof.

Stolz des Gartens ist das Alpinum mit über 1.500 Gebirgspflanzen aus aller Welt – von den heimischen Alpen bis zum Himalaya. Wer es schattig mag, findet im Arboretum, im romantischen Rhododendronhain oder in der Farnschlucht selbst an heißen Tagen eine angenehme Kühle. Neben der Flora ist der Garten auch ein Refugium für die Fauna: Über 100 Wildbienenarten und zahlreiche Vögel sind hier zu Hause.

Selbst bei Schmuddelwetter lohnt sich ein Besuch dank der riesigen Schauanlagen. Die Gewächshäuser sind ein Portal in die Tropen und Wüsten. Man wandert durch feuchte Dschungelwelten oder bestaunt skurrile Kakteen in den Wüstenhallen. Für Wissbegierige gibt es Audioguides an 60 Stationen, die spannende Einblicke in die Geheimnisse der exotischen Pflanzenwelt geben.

Das Besondere am Botanischen Garten

Der Garten verfügt über einen direkten Durchgang zum Schlosspark Nymphenburg (Südeingang), was eine kombinierte Tour ermöglicht. In der Wintersaison ist der Eintritt in das Freigelände übrigens frei.

Anfahrt: Tram 17 oder Bus 143 bis zur Haltestelle Botanischer Garten. Adresse: Menzinger Str. 65. Geöffnet täglich ab 09:00 Uhr (im Sommer bis 18:00 Uhr).

Schwabinger See

Dieser See ist eine wahre Oase der Ruhe, die in den 1980er Jahren auf einem ehemaligen Bahngelände entstand. Mit seiner markanten L-Form liegt er versteckt zwischen der Berliner Straße und der Ungererstraße. Trotz der Nähe zu den modernen Highlight Towers und der Münchner Freiheit herrscht hier eine entspannte Atmosphäre, die den Großstadtstress sofort vergessen lässt.

Die eigentlichen Bewohner des Sees sind die Wasservögel: Gänse, Schwäne und Blässhühner nutzen die zwei Vogelschutzinseln in der Seemitte als Rückzugsort. Wer gerne die Natur beobachtet, findet auf den zahlreichen Bänken am Ufer den perfekten Platz. Das Wasser des Sees stammt aus dem Nymphenburg-Biedersteiner Kanal, was für stetige Frische sorgt.

Baden ist hier zwar nicht erlaubt, aber der See bietet reichlich Platz für Freizeitaktivitäten – vom Sonnen auf den Grashügeln bis hin zu gemütlichen Spaziergängen. An der Ostseite gibt es einen kleinen Spielplatz, und im Süden, am Zaun des Ungererbads, findet man den kunstvollen „Berolina-Brunnen“. Ein idealer Ort für ein Buch, einen Familienausflug oder eine kurze Kaffeepause während der Arbeit.

Die Atmosphäre am Schwabinger See

Ein stiller Ort zur Erholung, an dem sich Natur und moderne Architektur harmonisch ergänzen. Er liegt im Norden Schwabings, direkt beim Quartier Schwabinger Tor.

Anfahrt: U6 bis Dietlindenstraße oder Nordfriedhof; Tram 23 oder Bus 59/142 bis Potsdamer Straße. Von dort sind es nur wenige Gehminuten.

Westpark

Der Westpark ist wohl der vielseitigste Park Münchens und wurde ursprünglich für die Internationale Gartenbauausstellung angelegt. Besonders markant ist die Hügellandschaft, die inmitten der Wohnviertel eine Weite suggeriert. Highlights sind das ostasiatische Ensemble mit der nepalesischen Pagode und der thailändischen Sala, die über dem Wasser zu schweben scheint. Neben kulturellen Schätzen bietet der Park ein prächtiges Rosarium, zwei große Seen und weitläufige Wiesen, die perfekt für Picknicks und Grillabende sind. Ein idealer Ort für alle, die das klassische Stadtbild gegen exotische Kulissen tauschen wollen.

Anfahrt: U6 bis Haltestelle Westpark oder Bus 62/134.

Rosengarten

Versteckt zwischen der Isar und den Häuserzeilen von Untergiesing liegt dieses kleine Juwel. Der Rosengarten ist ein „Garten für alle Sinne“, in dem sich der Duft tausender Rosen mit der kühlen Brise des Flusses vermischt. Im Frühjahr blühen hier Magnolien und Narzissen, im Sommer verwandelt sich das Areal in ein buntes Blütenmeer. Da der Eingang etwas versteckt liegt, ist es hier nie überlaufen – perfekt für Dates oder ruhige Momente auf einer der vielen Holzbänke.

Der Park befindet sich im Bereich Isarvorstadt / Untergiesing. Anfahrt: U1/U2 bis Candidplatz oder Kolumbusplatz, dann zu Fuß Richtung Sachsenstraße.

Vergleich der Münchner Freizeit-Hotspots

Nr. Ort Besonderheit Anfahrt Art der Erholung
1 Englischer Garten Wasserfälle, Surfen, Treiben lassen Tram 16, Bus 100 Aktiv & Abenteuerlich
2 Botanischer Garten 19.600 Pflanzenarten, Tropenhäuser Tram 17, Bus 143 Lehrreich & Entspannt
3 Schwabinger See Vogelinseln, moderne Ruheoase U6, Tram 23 Relaxen & Beobachten
4 Westpark Asiatische Pagoden, Grillzonen U6 (Westpark) Familien & Fotos
5 Rosengarten (Isar) „Garten der Sinne“, Rosenduft U1/U2 (Candidplatz) Romantisch & Still

Warten Sie nicht auf den nächsten Urlaub. Steigen Sie einfach an der nächsten Haltestelle aus, atmen Sie den Duft von Kiefern oder Rosen ein und lassen Sie sich von der Stadt überraschen. Eine der besten Möglichkeiten, zu sich selbst zu finden, ist es, sich für eine Stunde im Münchner Grün zu verlieren. Und Möglichkeiten für nachhaltigen Naturgenuss bietet München wahrlich genug.

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