Olympiapark München: Eine Sport- und Erholungslandschaft

Der Olympiapark in München ist ein leuchtendes Beispiel dafür, wie olympische Anlagen als erfolgreiche Erbschaft weitergeführt werden können. Der weitläufige Park, inspiriert von der hügeligen Landschaft der Alpenvorlands, lässt sich zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden. Der Park dient als Austragungsort für verschiedene kulturelle, gesellschaftliche und religiöse Veranstaltungen. Das ganze Jahr über zieht er Münchner und Touristen mit Konzerten, Festivals und Sportveranstaltungen an. Schwimmhalle und Eissportzentrum sind ebenfalls ständig für die Öffentlichkeit zugänglich. Erfahren Sie mehr auf munichname.eu.

Entstehung zu den Olympischen Spielen

1966 wählte das Internationale Olympische Komitee München als Austragungsort für die Olympischen Sommerspiele 1972. Anschließend beschloss die Stadt, ein Sport- und Erholungsgebiet auf dem Gelände des ehemaligen Flugplatzes Oberwiesenfeld zu errichten, das seit 1939 brach lag.

Das Architekturbüro von Günter Behnisch und Partnern entwickelte den Masterplan für das Gelände, das von 1968 bis 1972 gebaut wurde. Die Planung übernahm insbesondere der Landschaftsarchitekt Günther Grzimek. Insgesamt belief sich das Projekt auf 1,35 Milliarden DM. Der Park wurde gemäß der Idee der „Grünen Olympischen Spiele“ gestaltet, die eine positive Wahrnehmung der Olympiade fördern und Erinnerungen an die Olympischen Spiele 1936 in Berlin, die von Adolf Hitler eröffnet wurden, überdecken sollte.

Interessanterweise wurde die Anlage erst nach den Spielen von den Einheimischen als Olympiapark bezeichnet, obwohl dieser Name nie offiziell festgelegt wurde.

Vier Teilbereiche

Der Olympiapark ist in vier Teilbereiche unterteilt:

  1. Olympiagelände, das die Sportstätten wie das Olympiastadion, die Olympiahalle, den Olympiaturm und das Schwimmzentrum umfasst.
    • Olympiastadion: Der Mittelpunkt sportlicher Erfolge und kultureller Veranstaltungen, mit seinem ikonischen Zeltdach, das zur Zeit der Eröffnung als architektonische Sensation galt. Das Dach überdachte Stadion, Laufbahnen und Schwimmbecken und wurde mit computergestützten mathematischen Verfahren geplant. Die transparente Struktur ermöglichte es, die Sommerspiele 1972 in Farbe zu übertragen. Seit 2005 ist das Stadion Austragungsort des Air & Style, einem Snowboard-Event in Europa.
    • Olympiahalle: Eine multifunktionale Arena für Konzerte, Sportveranstaltungen, Ausstellungen und Messen mit einer Kapazität von 12.500 bis 15.500 Sitzplätzen. Während der Spiele 1972 fanden hier Gymnastik-Wettbewerbe und Handball-Finals statt.
    • Olympiaturm: Mit einer Höhe von 291 m bietet der Turm auf 190 m eine Aussichtsplattform mit Blick auf München und die Alpen. Auf 182 m befindet sich ein Drehrestaurant für 230 Gäste.
  2. Olympisches Dorf, unterteilt in einen Männer- und Frauenbereich, wo die Athleten in Bungalows und Apartments lebten. Nach den Spielen wurde das Männerdorf in ein Wohngebiet und das Frauendorf in ein Studentenwohnheim umgewandelt. Hier finden Sie heute interessante Graffitikunst.
  3. Olympisches Pressezentrum, das auch ein Einkaufszentrum beherbergt.
  4. Der Park mit dem Olympiaberg und dem Olympiasee.

Kulturelle Veranstaltungen

Jährlich finden im Olympiapark zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt. Neben Sportereignissen gibt es Konzerte und Musikveranstaltungen in Stadion und Olympiahalle. Hier traten bereits Stars wie Michael Jackson, Madonna, Tina Turner, Metallica und Elton John auf. Die Olympiahalle ist auch für Pop- und Rock-Konzerte sowie Gala-Veranstaltungen und Shows beliebt.

Im Juli findet jährlich das Festival Münchner Sommernachtstraum mit Feuerwerk, Livemusik und internationalen Speisen statt. Mithilfe von Lichteffekten, Lasern, Feuer und Feuerwerk verwandelt das Event den Olympiasee in ein funkelndes Spektakel.

Ein weiteres Sommerhighlight ist das Sommerfestival mit Fahrgeschäften und kulinarischen Spezialitäten aus aller Welt, das ebenfalls farbenfrohe Feuerwerke bietet.

Das Tollwood Festival findet jeden Sommer im Olympiapark und im Winter auf der Theresienwiese statt. Es umfasst Konzerte, Kunsthandwerksmärkte, internationale Gerichte und ein Theaterprogramm. Dieses Festival fördert das ökologische Bewusstsein und setzt sich für Umweltveränderungen ein.

Ein öffentlich zugänglicher Sportbereich

Der Olympiapark ist nicht nur für Profi-Sportler, sondern auch für die Öffentlichkeit zugänglich. Das Olympia-Eissportzentrum bietet ganzjährig Eislaufmöglichkeiten, und das Olympia-Schwimmhalle ist ebenfalls das ganze Jahr über geöffnet. Der Park verfügt zudem über Tennisplätze, einen Golfplatz und einen Fitnessbereich.

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