Über die Entstehung und Besonderheiten des Eisbach-Wasserfalls

Eine der interessantesten Ecken Münchens ist der künstliche Eisbach-Wasserfall, der zu einem echten Wahrzeichen der Stadt geworden ist. Trotz seiner geringen Höhe beeindruckt er durch seine Atmosphäre: Mitten im Stadtzentrum, direkt am Englischen Garten, kann man beobachten, wie das Wasser steil über eine Schwelle stürzt und perfekte Wellen für Surfer erzeugt. Dieser ungewöhnliche Wasserfall zieht nicht nur Wassersportbegeisterte an, sondern auch diejenigen, die einfach nur die Natur inmitten des städtischen Trubels genießen wollen. Im Folgenden werden wir untersuchen, wie der Eisbach-Wasserfall entstanden ist, warum er zum Lieblingsplatz der Surfer wurde und ob dieser Ort wirklich sicher ist. Mehr dazu auf munichname.eu.

Geologie und Entstehung des Eisbach-Wasserfalls

Im Herzen Münchens fließt ein schmaler und reißender Bach namens Eisbach. Er ist nicht von selbst entstanden – es handelt sich um einen künstlichen Arm der Isar, der bereits im 19. Jahrhundert angelegt wurde. Der Eisbach war Teil eines großen städtischen Plans: Damals wurde das Wasser für Mühlen und die Wasserversorgung in die Stadt geleitet und später zur Verschönerung des Englischen Gartens genutzt. Ja, genau dieser Kanal fließt durch einen der größten Stadtparks der Welt – den Englischen Garten, und auch der Wasserfall darin ist von Menschenhand geschaffen.

Einer der interessantesten Teile des Kanals ist die Stelle, an der das Wasser steil abfällt. Aber das Wichtigste ist nicht der Fall selbst, sondern die Welle, die nach dem Wassersturz entsteht. Bereits in den 1970er Jahren erkannten lokale Surfer: Wenn man Betonblöcke richtig unter Wasser platziert, erzeugt die Strömung eine perfekte Welle, auf der man surfen kann. Lange Zeit war das Surfen hier halblegal. Die Stadtverwaltung wollte das Surfen sogar verbieten, da es als gefährlich angesehen wurde. Doch mit jedem Jahr wuchs die Beliebtheit dieser Freizeitbeschäftigung. Schließlich legalisierte der Stadtrat im Jahr 2010 das Surfen am Eisbach offiziell und erkannte den Ort als Sportstätte an. Seitdem ist die Welle Teil der städtischen Identität geworden, und Touristen aus aller Welt kommen, um zu sehen, wie die Mutigen geschickt auf ihren Brettern zwischen den betonierten Ufern balancieren.

Surfen am Eisbach

Stellen Sie sich vor, mitten in einer Großstadt, direkt neben einer Straße und einem ruhigen Park, bricht eine kraftvolle Welle, auf der ein Surfer im Neoprenanzug reitet. Sie ist recht klein, etwa 0,5 Meter hoch, hat aber eine sehr starke Strömung – bis zu 5 Meter pro Sekunde. Dadurch drückt das Wasser das Brett förmlich unter den Füßen des Surfers und schafft ideale Bedingungen zum Reiten, obwohl der Fluss hier schmal und flach ist. Eine weitere Besonderheit ist die Wassertemperatur. Selbst an heißen Tagen steigt sie nicht über 15 Grad Celsius. Das liegt daran, dass der Eisbach aus den tieferen und kälteren Schichten der Isar gespeist wird. Deshalb surfen hier fast alle Surfer in Neoprenanzügen, einige tragen im Winter sogar Mützen und Handschuhe. Übrigens hält der Winter die Münchner Surfer nicht auf: Auf der Welle kann man das ganze Jahr über surfen. Echte Fans fürchten nicht einmal den Schnee.

Bekannt ist, dass das Surfen am Eisbach bereits in den 1970er Jahren begann. Internationale Medien berichten darüber, Sportler aus der ganzen Welt kommen hierher, und Anfänger beobachten sie von der Brücke oder vom Ufer aus. Jeden Tag kann man hier mehrere Surfer sehen, denn jeder wartet, bis er an der Reihe ist, springt ins Wasser, versucht, auf dem Brett zu bleiben, und kommt dann wieder ans Ufer.

Aber wie bei jeder Extremsportart gibt es auch hier Gefahren. Im Jahr 2024 ereignete sich ein tragischer Vorfall: Eine erfahrene Surferin starb, als sich die Leine (Leash) ihres Bretts an Unterwasserkonstruktionen verfing. Dadurch konnte sie sich nicht aus der Strömung befreien. Die Welle wurde vorübergehend gesperrt, und die Stadt verschärfte die Sicherheitsvorschriften. Jetzt kann das Surfen zu verbotenen Zeiten oder ohne entsprechende Vorbereitung mit einer Geldstrafe von bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Sicherheit, Baden und Tipps für Besucher

Auf den ersten Blick mag dieser Ort fröhlich und sogar sicher erscheinen. Das Wasser ist klar, die Welle ist schön, die Leute lachen, machen Fotos, und die Surfer springen einer nach dem anderen in den Fluss. Und wenn es draußen heiß ist, bekommen viele Lust, ebenfalls einzutauchen. Aber so einfach ist das nicht…

Nach Angaben aus offenen Quellen gab es allein im Zeitraum von 2007 bis 2017 hier acht tödliche Unfälle. Die Gründe: eine zu starke Strömung, sehr kaltes Wasser und die Tatsache, dass sich unter Wasser scharfe Steine, Betonplatten oder Metallteile verbergen können. Zudem gibt es in vielen Abschnitten keinen bequemen Ausstieg, sodass es selbst für einen starken Schwimmer schwierig sein kann, allein herauszukommen. Ein weiteres Risiko ist die Welle selbst, die nicht von der Natur, sondern durch eine Betonkonstruktion geschaffen wurde. Das bedeutet, dass sich darunter technische Elemente befinden, an denen man hängen bleiben oder sich stoßen kann. Das gilt auch für die Surfer. In einigen Teilen des Bodens gibt es unsichtbare Gefahren: Bewehrungsstäbe, Trümmer oder Vorsprünge. Daher empfehlen Experten, dass nur erfahrene Rider mit entsprechender Ausrüstung und Kenntnissen der Sicherheitsvorkehrungen auf die Welle gehen sollten.

Und was sollen diejenigen tun, die nicht surfen wollen, aber diesen ungewöhnlichen Fluss sehen möchten? An der Welle gibt es sichere Beobachtungsplätze: die Brücke, der Straßenrand oder die Bänke im Englischen Garten. Von dort aus hat man eine wunderbare Aussicht und kann in Ruhe zusehen, wie die Surfer auf ihren Brettern balancieren, fallen und wieder aufstehen – und das alles vor der Kulisse des grünen Parks. Das Wichtigste, woran man denken sollte: Man sollte nicht ins Wasser gehen, sich nicht den Rändern der Strömung nähern und die Anweisungen auf den Schildern befolgen.

Quellen:

  1. https://www.muenchen.de/sehenswuerdigkeiten/top-sehenswuerdigkeiten/eisbach-surferwelle
  2. https://www.turbopass.de/muenchen/eisbachwelle.html?gad_source=1&gad_campaignid=21210077671&gclid=CjwKCAjwv5zEBhBwEiwAOg2YKGBbp49eWOw72R_jMMKhTL48Ud2fL_zqzs8eyEPlrvzsNzf4mooaRhoCmPEQAvD_BwE
  3. https://www.eisbachwelle.de

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