Ostpark

Park · München · ⭐ 9.3/10 · 5400 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-04 15:56:35

Adresse: Feichtstr. 19, 81735 München, Deutschland

Ostpark — der große Landschaftspark von Neuperlach

Als in den 1960er-Jahren im Münchner Südosten eine ganze Stadt für Zehntausende Menschen aus dem Boden wuchs, wurde ihr von Anfang an ein Gegengewicht mitgeplant: 56 Hektar Wiesen, Hügel und ein See, direkt vor den Wohnzeilen. Der Ostpark ist deshalb kein Rest, der übrig blieb, sondern ein bewusst entworfenes Stück Landschaft — mit Bergen aus dem Aushub der Baustellen ringsum und einem Gewässer, das eigens angelegt wurde. Wer heute die Insel im See umrundet, geht auf einer Strecke, die im Winter zur Natureisbahn wird und im Sommer der wohl belebteste Rundweg des Stadtbezirks ist.

Höhepunkte

  • Ostparksee — 3,5 Hektar groß, buchtenreich und aus Grundwasserbrunnen gespeist; er wurde vom Landschaftsarchitekten Josef Wurzer gestaltet und hat eine große zentrale Insel.
  • Inselrunde — der Weg um die Insel misst rund 700 Meter und dient bei ausreichender Eisdicke als natürliche Eislaufbahn.
  • Michaeligarten — der Biergarten am Nordufer mit etwa 3.000 Plätzen, einer der beliebtesten der Stadt und der einzige mit direktem Seeblick im Osten Münchens.
  • Theatron — die kleine Freilichtbühne, auf der im Sommer das Kulturprogramm des Parks stattfindet.
  • Rodel- und Aussichtshügel — aufgeschüttet aus Bauschutt und Aushub des Neuperlach- und U-Bahn-Baus; sie geben den Blick über Park und Stadtteil frei und gelten im Winter als die sonnigsten Rodelhänge Münchens.
  • Abenteuerspielplatz Maulwurfshausen — die große Spielanlage im äußersten Osten des Parks.

Was dich erwartet

Der Ostpark ist bewusst weitläufig angelegt: lange Sichtachsen, große offene Wiesen, dazwischen Baumgruppen und modellierte Hügel. Weil er von drei Seiten von Wohnbebauung eingefasst ist, funktioniert er wie ein Innenhof für einen ganzen Stadtteil — nur eben 56 Hektar groß.

  • Ein Netz breiter, ebener Rundwege, das sich gut für Runden mit gleichbleibendem Tempo eignet.
  • Ballspielflächen und Tischtennisplatten, dazu Eisstockbahnen für den Winter.
  • Ein Eislaufstadion mit 400-Meter-Bahn am Rand des Parks.
  • Das Michaelibad, direkt angrenzend: Freibad seit 1955, 1973 um eine Schwimmhalle ergänzt.
  • Ein Skatebereich sowie Jogging- und Walkingstrecken.
  • Im Winter eine offizielle Loipe von etwa drei Kilometern Länge.

Was man unternehmen kann — und für wen

  • Familien mit Kindern — der Abenteuerspielplatz im Osten, flache Uferwege und die Nähe zum Bad machen einen ganzen Nachmittag ohne Auto möglich.
  • Läufer — die Runden lassen sich frei kombinieren, von kurzen Seerunden bis zu langen Schleifen über die Hügel.
  • Wintersportler — Rodelhänge für Anfänger wie für Geübte, Natureis auf der Inselrunde, Eisstock und eine gespurte Loipe.
  • Biergartengäste — der Michaeligarten am Nordufer bietet Bedienung und Selbstbedienung und füllt sich an Sommerabenden schnell.
  • Schwimmer — das Michaelibad grenzt unmittelbar an und ist ganzjährig nutzbar, weil Freibad und Halle kombiniert sind.
  • Kulturpublikum — die Sommerveranstaltungen im Theatron sind niedrigschwellig und finden unter freiem Himmel statt.

Anfahrt & Praktisches

Der Ostpark liegt im nördlichen Teil von Neuperlach, Stadtbezirk Ramersdorf-Perlach. Am einfachsten ist die U-Bahn-Linie U5, die vom Hauptbahnhof direkt zu den Stationen Michaelibad und Quiddestraße führt; in Spitzenzeiten verstärken weitere Linien denselben Abschnitt. Von der Station Michaelibad sind es wenige Minuten zum See, von Quiddestraße erreicht man den westlichen Parkteil. Ein empfehlenswerter Zugang ist der Fußweg zwischen beiden Stationen quer durch die Anlage. Der Park ist frei zugänglich, ohne Eintritt und ohne feste Öffnungszeiten; für Bad, Eisstadion und Biergarten gelten eigene Zeiten. Für eine Seerunde mit Insel reichen 30 bis 45 Minuten, für den ganzen Park mit Hügeln und Spielplatz solltest du zwei bis drei Stunden einplanen.

Wann besuchen

Im Frühjahr treiben die Ufergehölze aus, die Wege trocknen schnell ab, und der Park ist noch weitgehend menschenleer — die beste Zeit für lange, ungestörte Runden. Der Sommer bringt den Park an seine Kapazitätsgrenze: Der Biergarten am Nordufer ist abends voll, die Wiesen sind belegt, das Michaelibad läuft im Freibadbetrieb, und im Theatron finden Veranstaltungen statt. Im Herbst färben sich die Baumgruppen auf den Hügeln, die Sichtachsen werden länger, und von den Kuppen aus reicht der Blick weit über Neuperlach. Der Winter ist die eigentliche Spezialität des Ostparks: Bei Frost wird die Inselrunde zur Natureisbahn, die Nordhänge zu stark frequentierten Rodelpisten, und über die Wiesen wird eine rund drei Kilometer lange Loipe gespurt.

Gut zu wissen

Der Gedanke an einen großen Park im Münchner Osten reicht bis 1918 zurück, umgesetzt wurde er aber erst mit dem Bau von Neuperlach. 1962 fiel der Baubeschluss, 1965 legte der Landschaftsarchitekt Ludwig Roemer den Vorentwurf vor. Der erste Bauabschnitt entstand ab 1973, 1975 wurde der zweite beschlossen und der erste für das Publikum geöffnet; 1979 war der zweite Abschnitt fertig. Die offizielle Einweihung der Gesamtanlage folgte am 27. Mai 1982. Die charakteristischen Hügel bestehen aus Bauschutt und Aushub, die beim Bau der Großwohnsiedlung und der U-Bahn anfielen — der Park ist damit im Wortsinn aus dem Material des Stadtteils gebaut. Eine Kuriosität aus der Anfangszeit: Mitte der 1970er-Jahre gab es hier eine kleine Sommerschanze mit einem K-Punkt von 15 Metern, die längst wieder verschwunden ist.

Besuchertipps

  • Steig an der Station Michaelibad aus und geh quer durch den Park bis Quiddestraße — so siehst du See, Hügel und Wiesen in einem Zug.
  • Für den Biergarten am Nordufer lohnt es sich, an warmen Abenden früh zu kommen; die Plätze am Wasser sind zuerst vergeben.
  • Bei Frost lohnt der Blick auf die Freigabe der Eisflächen — die Inselrunde wird erst bei ausreichender Tragfähigkeit betreten.

Fragen & Antworten

Wie groß ist der Ostpark? Er umfasst rund 56 Hektar im Norden von Neuperlach und gehört damit zu den größten Parkanlagen im Münchner Osten.

Darf man im Ostparksee schwimmen? Der See ist als Badegewässer nicht vorgesehen. Zum Schwimmen dient das unmittelbar angrenzende Michaelibad, das seit 1955 als Freibad besteht und seit 1973 auch eine Schwimmhalle hat.

Wie kommt man mit öffentlichen Verkehrsmitteln hin? Mit der U5 bis Michaelibad oder Quiddestraße. Beide Stationen liegen wenige Gehminuten vom Park entfernt, und der Weg zwischen ihnen führt mitten hindurch.

Was gibt es für Kinder? Im äußersten Osten liegt der große Abenteuerspielplatz Maulwurfshausen; dazu kommen Ballspielflächen, Tischtennisplatten und im Winter die Rodelhänge.

Kann man hier Schlittschuh laufen? Ja, gleich doppelt: auf der etwa 700 Meter langen Inselrunde als Natureis bei ausreichendem Frost und ganzjährig im Eisstadion mit 400-Meter-Bahn.

Woher stammen die Hügel? Sie wurden aus Bauschutt und Erdaushub aufgeschüttet, die beim Bau der Siedlung Neuperlach und beim U-Bahn-Bau anfielen.

Wer hat den Park entworfen? Den Gesamtplan schuf der Landschaftsarchitekt Ludwig Roemer ab 1965; den See gestaltete Josef Wurzer.

Gästebewertungen

  1. Віка Царик

    Ein schöner Park, an der frischen Luft kann man wunderbar essen und ein Bier trinken, an einem schönen See mit Springbrunnen, und daneben gibt es einen umzäunten Spielplatz für die Kleinen. Es gibt noch einen tollen Spie…

  2. Veronika Ro

    Unglaublich schön! Sauber, Rasenflächen, es gibt einen Spielplatz ❤

  3. Андрій Калько

    Sehr schöner Spielplatz. Mit der Möglichkeit, im Wasser zu spielen. Nehmt zusätzliche Kleidung mit

  4. Ольга Хархаліс

    Der Park ist ein idealer Ort zur Erholung. Man kann Fahrrad fahren, laufen, einfach auf einer der unzähligen Bänke sitzen, die an den unerwartetsten Stellen stehen, und die Blumen auf den bunten Beeten bewundern. Und auß…

  5. Maria Pipska

    Ein schöner Ort für Familienerholung.

Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-04 15:56:35

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: munichname.eu sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.

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