Maximiliansanlagen

Park · München · ⭐ 9.3/10 · 2311 Bewertungen · aktualisiert: 2026-08-04 15:56:36

Adresse: Maria-Theresia-Straße 4, 81675 München-Au-Haidhausen, Deutschland

Maximiliansanlagen — der Landschaftspark unter dem Friedensengel

Der Isarhang zwischen Bogenhausen und Haidhausen ist die einzige echte Geländekante im Münchner Stadtgebiet, und König Maximilian II. ließ genau daraus einen Park machen: rund 30 Hektar Wiesen, Baumgruppen und Terrassen, die dem Fluss folgen und immer wieder Blicke auf die Stadtsilhouette freigeben. Bekrönt wird das Ganze vom 38 Meter hohen Friedensengel, dessen vergoldete Figur über der Hangkante steht und weit in die Stadt hineinleuchtet. Wer im März kommt, findet die Hänge außerdem flächendeckend blau — dann blühen hier die Blausternchen.

Höhepunkte

  • Friedensengel — am 16. Juli 1899 eingeweiht, insgesamt 38 Meter hoch: ein Tempel von acht mal acht Metern Grundfläche und neun Metern Höhe, darüber eine korinthische Säule von 23 Metern und schließlich die sechs Meter hohe vergoldete Nike mit fünf Metern Flügelspannweite.
  • Mosaikhalle — im Inneren des Tempels vier Jugendstil-Mosaike zu den Themen Krieg, Sieg, Frieden und Segen.
  • Prinzregententerrasse — die terrassierte Anlage mit Brunnen unterhalb des Denkmals, die den Hang gliedert und den Aufstieg inszeniert.
  • Blausternchen-Blüte — im März überziehen die Blausterne die Hangwiesen; das Schauspiel dauert nur wenige Wochen.
  • Ludwig-II.-Denkmal — 1967 auf Betreiben einer Bürgerinitiative errichtet, gestaltet vom Bildhauer Anton Rückel; der Sockel erinnert an Gottfried Sempers nie gebautes Münchner Festspielhaus, das hier entstehen sollte.
  • Blick auf das Maximilianeum — der Sitz des Bayerischen Landtags schließt die Anlage nach Südwesten ab und ist von mehreren Wegen aus zu sehen.

Was dich erwartet

Die Maximiliansanlagen sind ein englisch geprägter Landschaftspark: geschwungene Wege, offene Wiesen, Baumkulissen und bewusst gesetzte Ausblicke statt geometrischer Beete. Weil das Gelände am Hochufer liegt, arbeitet der Park stark mit Höhenunterschieden — Treppen, Rampen und Terrassen gehören zum Grundgerüst.

  • Ein durchgehender Grünzug entlang des rechten Isarufers zwischen Ludwigsbrücke und Max-Joseph-Brücke.
  • Zahlreiche Terrassen und Aussichtspunkte, die Carl von Effner gezielt auf die Stadtsilhouette ausrichtete.
  • Überwiegend heimische Baumarten, wie sie Effner für die Anlage vorsah.
  • Ruhige Wiesenflächen abseits der beiden Hauptstraßen, die die Anlage durchschneiden.
  • Direkte Anbindung an die Isarwege, sodass sich Spaziergänge flussauf- und flussabwärts verlängern lassen.
  • Die einbezogenen Flächen der früheren Gasteiganlagen im südlichen Teil.

Was man unternehmen kann — und für wen

  • Spaziergänger — der Grünzug lässt sich als lange, fast durchgehend grüne Achse am Fluss entlang gehen, mit ständig wechselnden Ausblicken.
  • Kunst- und Architekturinteressierte — Denkmal, Mosaikhalle und die nahe Villa Stuck ergeben einen dichten Jugendstil-Parcours.
  • Fotografierende — die vergoldete Figur über der Hangkante, die Terrassen und die Stadtsilhouette liefern Motive zu jeder Tageszeit.
  • Frühlingsbesucher — die Blausternchen-Blüte im März ist eines der wenigen echten Naturschauspiele mitten in München.
  • Läufer und Radfahrer — die Verbindung zu den Isarwegen macht lange, autofreie Runden möglich.
  • Politisch Interessierte — das Maximilianeum als Sitz des Bayerischen Landtags liegt unmittelbar am Rand der Anlage.

Anfahrt & Praktisches

Die Anlage erstreckt sich über die Stadtbezirke Bogenhausen und Haidhausen am rechten Isarhochufer. Am nächsten am Denkmal liegen die Tram- und Bushaltestellen Friedensengel/Villa Stuck, die unter anderem von der Museenlinie 100 bedient werden; mit der U-Bahn steigt man am Max-Weber-Platz an den Linien U4 und U5 aus und geht wenige Minuten. Der Eintritt ist frei, feste Öffnungszeiten gibt es nicht — die Anlage ist Teil des öffentlichen Grünsystems und wird von der Verwaltung des Englischen Gartens betreut. Zwei stark befahrene Hauptstraßen durchschneiden den Park, die Übergänge sind aber geregelt. Wer nur zum Friedensengel und auf die Terrassen will, braucht etwa eine Stunde; für den ganzen Grünzug von einer Isarbrücke zur anderen solltest du zwei bis drei Stunden einplanen. Die Hangwege sind teils steil und bei Nässe glatt.

Wann besuchen

Der Frühling ist die Ausnahmezeit: Im März färben die Blausternchen die Hangwiesen flächig blau, bevor das Laub austreibt. Im Sommer liefert der alte Baumbestand dichten Schatten, die Terrassen unterhalb des Denkmals werden zum Treffpunkt, und von der Hangkante aus lässt sich der Sonnenuntergang über der Innenstadt beobachten. Der Herbst gehört den langen Spaziergängen: Das Laub am Hang färbt sich in Etappen, die Wege sind ruhig, und die klare Luft macht die Stadtsilhouette scharf sichtbar. Im Winter tritt die Struktur des Landschaftsparks hervor — ohne Blätter erkennt man, wie präzise Effner die Sichtachsen gelegt hat, und die vergoldete Figur hebt sich besonders deutlich vom grauen Himmel ab.

Gut zu wissen

Die Maximiliansanlagen entstanden zwischen 1856 und 1866 unter der Leitung von Carl von Effner; Auftraggeber und Namensgeber war König Maximilian II. Effner pflanzte überwiegend heimische Baumarten und legte die Wege so an, dass sich immer wieder Blicke auf die Stadt öffnen. Eine spätere Erweiterung führte Jakob Möhl aus, 1894 kam ein weiterer Abschnitt am Hangfuß hinzu. Der Friedensengel wurde von den Bildhauern Heinrich Düll, Georg Pezold und Max Heilmaier geschaffen und erinnert an den 25. Jahrestag des Frankfurter Friedens, der den Krieg von 1870/71 beendete. Die Bronzefigur goss Ferdinand von Miller der Jüngere; sie wiegt rund 3.500 Kilogramm und geht auf eine 1822 in Pompeji gefundene, etwa 50 Zentimeter hohe Figur zurück, die ihrerseits mit der Nike des Paionios verwandt ist. In den Händen hält sie einen Ölzweig und ein Palladion. Nachdem 1981 Schäden festgestellt worden waren, wurde die Skulptur abgenommen und 1983 wieder aufgesetzt; 1999 erhielt sie zum hundertsten Jubiläum eine neue Vergoldung.

Besuchertipps

  • Komm im März wegen der Blausternchen — die Blüte ist kurz, und danach ist von dem blauen Teppich nichts mehr zu sehen.
  • Geh nicht nur oben am Denkmal entlang, sondern steig auf die Terrassen hinunter: Erst von dort wirkt die Höhe der Säule richtig.
  • Verlängere den Besuch über die Isarwege — von hier kommst du ohne Straßenquerung flussabwärts in Richtung Innenstadt.

Fragen & Antworten

Wer hat die Maximiliansanlagen angelegt? Sie entstanden zwischen 1856 und 1866 unter der Leitung von Carl von Effner. Auftraggeber und Namensgeber war König Maximilian II.; eine spätere Erweiterung stammt von Jakob Möhl.

Wie groß ist die Anlage? Sie umfasst etwa 30 Hektar und zieht sich am rechten Isarhochufer zwischen Ludwigsbrücke und Max-Joseph-Brücke durch die Bezirke Bogenhausen und Haidhausen.

Wie hoch ist der Friedensengel? Das Denkmal misst insgesamt 38 Meter: neun Meter Tempel, 23 Meter korinthische Säule und eine sechs Meter hohe vergoldete Figur mit fünf Metern Flügelspannweite.

Ist die goldene Figur ein Engel? Streng genommen nein. Dargestellt ist ein Friedensgenius nach antikem Vorbild, verwandt mit der Nike des Paionios, mit Ölzweig und Palladion in den Händen — der Name Friedensengel hat sich im Sprachgebrauch durchgesetzt.

Woran erinnert das Denkmal? An den 25. Jahrestag des Frankfurter Friedens, der den Krieg von 1870/71 beendete. Eingeweiht wurde es am 16. Juli 1899.

Wann blühen die Blausternchen? Im März. Die Blüte überzieht die Hangwiesen für wenige Wochen flächig blau und ist eines der bekanntesten Frühlingsschauspiele der Stadt.

Wie kommt man hin? Am direktesten mit Tram oder Bus bis Friedensengel/Villa Stuck; alternativ mit der U4 oder U5 bis Max-Weber-Platz und von dort wenige Minuten zu Fuß.

Ist der Park barrierefrei? Nur teilweise. Die Anlage liegt am Hochufer und arbeitet mit Terrassen, Treppen und Steigungen; die unteren Uferwege sind dagegen eben und gut befahrbar.

Gästebewertungen

  1. Sony

    Ein schöner Park mit Denkmälern direkt am Fluss, für maximale Erholung und maximalen Genuss, sowie mit den verschiedensten Tieren. Ein Paradies für die Augen und die Seele…10+

  2. Mari Pizarro

    Linda Praça com esculturas e chafariz muito bonito. Tem acessos escondidos nas laterais da praça que me deixaram surpreendida, com um túnel cheio de lindos grafites. A única sujeira que vi, foi das folhas de outono, que…

  3. svitlana

    Ein sehr schöner Ort für romantische Erholung.

  4. sladkoyeshka 12

    Eine großartige Aussicht. Unglaubliche Skulpturen. Und außerdem können wunderbare Erinnerungsfotos entstehen

Bewertungen zuletzt aktualisiert: 2026-08-04 15:56:36

Die Daten werden monatlich aktualisiert. Quellen: munichname.eu sowie redaktionelle Auswahl anhand von Bewertungen.

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